Der Sozialsprengel in Wildschönau berichtet über die Schwierigkeiten, die Mehrarbeit und die finanziellen Einbußen in Zeiten des Coronavirus. 

WILDSCHÖNAU (red). Der Sozialsprengel Wildschönau, der erst am 6. März seine neuen Büroräume in Oberau bezog, muss jetzt durch die durch Corona verschuldete Situation die nächste Hürde meistern.

Wie bei allen Tiroler Gesundheitssprengeln sind auch die Mitarbeiter des Sozialsprengels in Wildschönau trotz Corona Krise im Einsatz. Es sei eine ehrenvolle Pflicht, auch in dieser prekären Situation die benötigte Hilfe zu gewährleisten, betont die Geschäftsführerin Astrid Engl.

Das Land Tirol hat die Sprengel angewiesen, Klienten weiterhin zu versorgen, gesteht jedoch jedem Sprengel einen Ermessensspielraum zu, jeweils über die Notwendigkeit eines Einsatzes bei einem Klienten zu befinden.

Reduzierte Einsätze

Einsätze wurden vor allem in der Haushaltshilfe stark reduziert, es gäbe aber genaue Überlegungen, wer allein und somit auf die Hilfe des Sozialsprengels Wildschönau angewiesen sei. Da sich die meisten Angehörigen an die Ausgangsregeln halten und deswegen ihre Besuche sehr einschränken, sei der Besuch von Sprengelmitarbeitern für viele Klienten die einzige Abwechslung des Tages.

Möglicherweise kommt zusätzlich vermehrt Arbeit auf die Mitarbeiter zu, da manche Klienten eine 24-Stunden-Betreuung benötigen und der Wechsel der Betreuer sich zurzeit schwierig gestaltet. Das Team des Sozialsprengels Wildschönau wurde auf die notwendigen Schutzmaßnahmen, wie Hygiene, Abstand halten, Mundschutz usw. hingewiesen.

Sollte sich der Klient krank fühlen oder sich der Verdacht einer Coronavirus-Infizierung erhärten, arbeiten die Mitarbeiter mit der vorgeschriebenen Schutzbekleidung, welche teilweise vom Krankenhaus Kufstein bzw. dem Land Tirol zur Verfügung gestellt wird.

Man helfe wo man kann

Die Aktion “Essen auf Rädern” werde derzeit von den Haushaltshilfen des Sprengels ausgeliefert, daher kommen momentan freiwillige Fahrer nicht zum Einsatz. Zusatzleistungen des Wildschönauer Sozialsprengels wie die Nachmittagsbetreuung, Turnen und Tanzen wurden abgesagt.

Einkäufe oder sonstige Besorgungen übernimmt die Organisation für ihre Klienten aber nach wie vor. Innerhalb der Gemeinde gäbe es das Angebot des Lebensmittelhandels, Einkäufe zu liefern. Die Freiwillige Feuerwehr in Wildschönau biete an notwendige Medikamente vor die Haustüre zu bringen.

Sprengelteam ist zuversichtlich 

In Absprache mit dem Vorstand hat Obfrau Sabine Bachmann Wege gesucht, den Sprengel möglichst unbeschadet durch die Krise zu führen. Durch die Reduktion der Einsätze bei Klienten ergeben sich deutlich spürbare Einbußen hinsichtlich der Einnahmen.

Um weiterhin die Arbeitsplätze zu sichern und niemanden, des derzeit zwanzigköpfigen Teams des Sprengels, kündigen zu müssen, sei es unerlässlich, dass die Mitarbeiter Zeitausgleich nehmen bzw. alten Urlaub aufbrauchen.

Die Wildschönauer Gemeindeführung erlässt dem Sozialsprengel momentan die Miete für die neu bezogenen Büroräumlichkeiten und leiste damit, in finanzieller Hinsicht zur Überwindung der Krisenzeit, einen großen Beitrag.

Gemeinsame Ideale, gute Zusammenarbeit und voller Einsatz würden alle im Team verbinden. Das Wissen um die Qualitäten des ganzen Sprengelteams gibt den Wildschönauern die Zuversicht, diese Ausnahmesituation zu meistern.

V.l. GF Astrid Engl, Obfrau Sabine Bachmann und Stellv.Lilly Staudigl

 

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  1. FG

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