Jetzt beginnt auch für die Alpin-Polizei die Hochsaison

Morgens um 8.00 Uhr an der Talstation der neuen Schatzbergbahn in Auffach. Christoph Silberberger, Chef der Alpinpolizei des Bezirkes Kufstein, ist einer der ersten der auf den Einstieg in die Gondeln wartet. Langweilig wird dem erfahrenen Alpinpolizisten sicher nicht, den zum Einsatzgebiet zählt auch das benachbarte Alpbachtal.

Und bereits eine halbe Stunde nach der Ankunft auf dem Berg geht es los, ein Skifahrer mit Kopfverletzung wird von der Bergrettung zur Bergstation gebracht, die ersten Ermittlungen laufen an. Nur Minuten später ein Anruf aus dem Skigebiet Alpbach, dort gab es einen Zusammenstoß zweier Skifahrer, der sich als schwerer Unfall herausstellt.

Nichts wie ab in Richtung Alpbach und rauf auf das Wiedersberger-Horn.Und wieder beginnt die Unfall-Erhebung, den die Beweisaufnahme ist ein wichtiger Bestandteil für eventuelle Interessen seitens der Staatsanwaltschaft. Und so geht’s eigentlich den ganzen Winter, ein Knochenjob, der vor allem auch große Verantwortung mit sich bringt.

Etwa zwei Drittel des Österreichischen Staatsgebietes ist Alpines Gelände. Der exekutive Sicherheitsdienst in diesem Gelände stellt eine besondere Herausforderung dar und bedingt leistungsfähiges und gut ausgebildetes Personal.

Organisatorisch sind die meisten Beamten und Beamtinnen im normalen Polizeiinspektionsdienst integriert und werden bei Bedarf zu den Exekutivdiensten im alpinen Gelände herangezogen.

Folgende Kernaufgaben sind von der Alpinpolizei zu bewältigen:

Erheben von Unfällen im alpinen Gelände, Anzeige- bzw. Berichterstattung an Gerichte und Staatsanwaltschaften sowie Verwaltungsbehörden. Dabei müssen alle Bereiche des Alpinsports – vom Klassischen Bergsteigen bis hin zu den Trendsportarten – abgedeckt werden, nicht zu vergessen die Unfälle im Winter im organisierten und nicht organisierten Schiraum (Kollisionen, Liftunfälle, Lawinenunfälle) sowie teilweise Flugunfälle (Paragleiter, Segelflugzeuge etc.). Die gewonnenen Erkenntnisse bei den Erhebungen bilden einen wesentlichen Baustein für die Unfallursachenforschung. 

Für den Skifahrer ist dieser Service der Alpinpolizei eine großartige Sicherheits-Leistung die vom Staat angeboten wird. Der Verunglückte kann sich sicher sein, das hier alles erdenkliche getan wird, um Schadensfälle wie auch immer entsprechend abzuhandeln.

Ein Topservice des Skilandes Tirol.

Über die Arbeit des Einsatzleiter der Alpinpolizei bringen wir demnächst einen Filmbeitrag.

Christoph Silberberger ist Leiter der Alpinpolizei des Bezirkes Kufstein

Mit Betriebsleiter Stellv.Hannes Silberberger (links) bespricht Ch.Silberberger diverse Gefahrenstellen.

BL-Stv.Hannes Silberberger

Anruf aus Alpbach – und ab zum Wiedersberger Horn

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