Neues Einsatzfahrzeug stärkt Bergrettung Auffach
Mehr Sicherheit im Gelände und eine wichtige Verstärkung für den Katastrophenschutz: Die Bergrettung Auffach verfügt ab sofort über ein neues, hochgeländegängiges Einsatzfahrzeug. Rund 64.000 Euro wurden in das speziell für die Anforderungen der Wildschönau ausgestattete Quad investiert.
Die Freude bei Ortsstellenleiter André Fill und seiner Mannschaft ist groß. Das neue Fahrzeug erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Bergrettung Auffach erheblich – im Sommer ebenso wie im Winter und besonders auch bei größeren Schadens- und Katastrophenereignissen. Auch Landesleiter Mag. Ekkehard Wimmer zeigte sich vom neuen Gerät begeistert.
Finanziert wurde die Anschaffung über einen Zweckzuschuss zur Steigerung der Leistungsfähigkeit im Krisen- und Katastrophenfall, dessen Mittel von Land Tirol beziehungsweise Bund bereitgestellt werden. Voraussetzung dafür war ein umfangreiches Bedarfskonzept, das vom Ausschuss der Bergrettung Auffach ausgearbeitet und anschließend von der Landesleitung der Bergrettung Tirol sowie vom Land Tirol geprüft wurde.
Abgeschnittene Täler als besondere Herausforderung
Ein wesentliches Argument für die Anschaffung ist die geografische Lage. Auffach liegt am Talschluss der Wildschönau. Bei Unwettern, Muren, Hochwasser oder anderen Naturereignissen können Verkehrsverbindungen beeinträchtigt oder im Extremfall vollständig unterbrochen werden. Solche Situationen hat es in der Vergangenheit bereits gegeben.
„Mit diesem Fahrzeug können wir auch unter schwierigen Bedingungen rasch dorthin gelangen, wo unsere Hilfe gebraucht wird“, betont Bergrettungschef André Fill. Gleichzeitig steht das Fahrzeug im Katastrophenfall auch zur Unterstützung anderer Einsatzorganisationen zur Verfügung.
So kann das Quad beispielsweise die Feuerwehr bei Materialtransporten – etwa bei Waldbränden – unterstützen, für Einsätze der Lawinenkommission herangezogen werden oder bei schlechtem Flugwetter den Transport eines Notarztes in schwer zugängliches Gelände ermöglichen.
Bis zu vier Retter und ein Patient
Besonderes Augenmerk wurde auf die Anforderungen der Bergrettung gelegt. Das Fahrzeug ermöglicht einen liegenden Patiententransport und verfügt über einen Witterungsschutz für Verletzte und Einsatzkräfte. Bis zu vier Retter sowie ein Patient können transportiert werden.
Dank seiner hohen Geländegängigkeit sind auch abgelegene Einsatzorte erreichbar, die mit herkömmlichen Fahrzeugen kaum oder überhaupt nicht angefahren werden können. Für den Winter stehen zusätzliche Raupenlaufwerke zur Verfügung. Damit kann die Bergrettung auch abseits geräumter und befestigter Straßen mobil bleiben.
Das Fahrzeugkonzept wurde mit großem Engagement von den Mitgliedern der Ortsstelle selbst entwickelt und auf die örtlichen Anforderungen abgestimmt. Für Unterbringung sowie die laufenden Kosten für Wartung und Instandhaltung kommt künftig die Bergrettung Auffach auf.
Ortsstellenleiter André Fill bedankt sich im Namen seiner Mannschaft beim Bund und beim Land Tirol für die Finanzierung sowie bei der Landesleitung der Bergrettung Tirol für die Unterstützung bei der Umsetzung. Sein Dank gilt auch allen Kameraden, die mit viel persönlichem Einsatz an der Planung und Realisierung des Projektes mitgewirkt haben.
Für die Bergrettung Auffach ist das neue Einsatzfahrzeug weit mehr als nur eine technische Neuanschaffung: Es bedeutet zusätzliche Sicherheit für Einheimische und Gäste – und stärkt gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der gesamten Region im Krisen- und Katastrophenfall.
Das Universal-Einsatzfahrzeug der Bergrettung Auffach
Auf dem Hochleger der Breiteggalm wurde das neue Spezialfahrzeug der Bergrettung von Pfarrer Mag. Paul Rauchenschwandner gesegnet

Pfarrer Mag.Paul Rauchenschwandner und Landes-Bergrettungschef Mag. Ekkehard Wimmer, der als Ministrant fungierte!

Im Hintergrund der größte aller Wildschönauer Berge, der Große Beil. Eine perfekte Kulisse!
Eine großartige und notwendige Einsatztruppe: Die Bergrettung Auffach

Die Firma Bacher lieferte das Einsatzfahrzeug, dies für alle Einsätze gerüstet ist!
Fotos: Egon Oberhuber & Bernhard Silberberger






