Brixentaler Holzalm greift bei der Almkäse-Olympiade wieder nach Gold
Mehr als 100 der besten Käsealmen aus dem Alpenraum, über 300 eingereichte Käsesorten und mittendrin ein Titelverteidiger aus dem Brixental: der Wildschönauer Käsemeister Barbaros Haas von der Brixentaler Holzalm reist nach seinem Gold-Erfolg im Vorjahr mit großen Hoffnungen zur 32. Almkäse-Olympiade nach Galtür.
Die Vorbereitungen laufen, die besten Laibe sind ausgewählt: Auf der Brixentaler Holzalm steht man bereits in den Startlöchern für einen der großen Höhepunkte des Almsommers. Bei der 32. Auflage der Almkäse-Olympiade in Galtür trifft sich am kommenden Wochenende wieder die Elite der alpinen Käseproduktion.
Weit über 100 Käsealmen aus den Alpenländern werden erwartet. Mit mehr als 300 verschiedenen Käsesorten stellt sich eine beeindruckende Vielfalt einer fachkundigen Jury. Bewertet werden unter anderem Aussehen, Konsistenz, Geruch und natürlich vor allem der Geschmack. Am Ende entscheiden oft Nuancen über Gold, Silber oder Bronze.
Einer, der weiß, wie sich Gold in Galtür anfühlt, ist Barbaros Haas. Der Käsemeister der Brixentaler Holzalm konnte im vergangenen Jahr ausgerechnet in der Königsdisziplin Bergkäse ganz oben auf dem Podest stehen. Ein Erfolg, den er heuer nur allzu gerne wiederholen würde.
„Ich hoffe natürlich, dass ich den richtigen und besten Käse dafür ausgesucht habe“, sagt Haas mit einem Augenzwinkern. Denn selbst jahrelange Erfahrung ist keine Garantie für eine Medaille. Jeder Käse entwickelt sich während der Reifung anders, und bei einer derart hochkarätigen Konkurrenz können Kleinigkeiten den Ausschlag geben.
„Ein Wunschkonzert ist die Almkäse-Olympiade nicht“, weiß Haas. Schließlich reisen nach Galtür Käsemeister an, die ihr Handwerk ebenso verstehen und während des Sommers mit viel Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl Spitzenprodukte hergestellt haben.
Gerade das macht für ihn den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus. Die Almkäse-Olympiade ist nicht nur ein Wettstreit um Medaillen, sondern auch ein großes Schaufenster für die Qualität der heimischen Almwirtschaft. Hinter jedem Laib stehen monatelange Arbeit, hochwertige Almmilch und viel traditionelles Wissen.
Für Barbaros Haas heißt es nun jedenfalls: abwarten, was die Jury entscheidet. Dass sein Bergkäse auch heuer das Zeug für einen Spitzenplatz hat, davon ist er überzeugt. Ob es tatsächlich wieder für Gold reicht, entscheidet sich erst in Galtür.
Und am 12. Oktober tritt Barbaros Haas seinen neuen Arbeitsplatz hoch über dem Zürichsee in der Schweiz an. Er will in die Champions-League in der Zunft der Almkäser. Dazu alles Gute!
Eines steht aber bereits vor dem Start fest: Die Konkurrenz bei der 32. Almkäse-Olympiade wird so groß sein wie der Ehrgeiz der Käsemeister.
Das könnte er wohl sein, entscheiden werden das allerdings rund 30 Juroren in Galtür
Da ist guter Rat teuer, bis Samstag 20.00 Uhr heißt es abwarten….





