Das einzigartige 1. Tiroler Holzmuseum feiert 30 Jahre: Wie Hubert Salcher mit fast 5000 Holz-Exponaten ein Stück Tiroler Kultur bewahrte
Was für viele Menschen einfach nur ein Werkstoff ist, wurde für Hubert Salcher zur Lebensaufgabe: Holz. Über Jahrzehnte hinweg sammelte er mit Leidenschaft, Geduld und einem feinen Gespür außergewöhnliche Stücke aus der Welt des Holzes – und schuf daraus ein Museum, das heute als einzigartig in Tirol gilt: Das 1. Tiroler Holzmuseum in Auffach/Wildschönau.
„Holz lebt, erzählt Geschichten und verbindet Generationen“, beschreibt Hubert seine besondere Beziehung zu diesem Naturmaterial. Schon früh entwickelte sich seine Begeisterung für die Vielfalt der Maserungen, Formen und Geschichten, die jedes Stück Holz in sich trägt.
Besonders gut erinnert er sich noch an eines seiner ersten außergewöhnlichen Exponate – eine Zigarren-Schatulle aus dem Wiener Raum, das ihn emotional tief berührte und einen großen Sammler-Wert darstellt.
Während andere Briefmarken oder Münzen sammeln, entschied sich Hubert bewusst für Holz.
Für ihn steckt darin weit mehr als nur Material: Tiroler Tradition, Handwerk, Natur und Geschichte. Aus einzelnen Fundstücken wurden im Laufe der Jahre beinahe 5000 Exponate – viele davon aus entlegenen Regionen, von alten Bauernhöfen, Werkstätten oder besonderen Naturplätzen.
Die Idee eines eigenen Museums entstand nicht über Nacht. Vielmehr gab es einen entscheidenden Moment, in dem Hubert erkannte: „Das darf nicht verborgen bleiben – das müssen auch andere Menschen sehen.“ Mit viel Herzblut begann er, die Sammlung systematisch aufzubauen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Dabei hat ihn ein Freund einen entscheidenden Hinweis gegeben, der letztendlich dazu führte.
Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. Der Aufbau eines Museums bedeutete enorme Arbeit, organisatorische Herausforderungen und auch Rückschläge. „Natürlich gab es schwierige Phasen“, erzählt Hubert offen.
Manchmal sei die Belastung groß gewesen, doch ans Aufgeben dachte er letztlich nie ernsthaft. Zu stark war die Überzeugung, etwas Besonderes für die Region zu schaffen.
Heute staunen Besucher aus nah und fern über die Vielfalt und Einzigartigkeit der Ausstellung. Viele entdecken dabei überraschend, wie vielseitig Holz tatsächlich ist und welche enorme Bedeutung es für Tirol seit Jahrhunderten besitzt – sowohl kulturell als auch wirtschaftlich. Gerade deshalb ist es Hubert ein großes Anliegen, Wissen und Tradition an die kommende Generationen weiterzugeben.
Besonders emotional wird es für ihn, wenn Besucher mit leuchtenden Augen durch die Ausstellung gehen. „Dann weiß ich, dass sich all die Mühe gelohnt hat“, sagt er.
Dass man für ein solches Projekt „ein wenig verrückt“ sein müsse, sieht Hubert übrigens durchaus mit Humor.
Anfangs hätten manche Freunde wohl gezweifelt, ob ein Holzmuseum funktionieren könne. Heute jedoch gilt die Sammlung als echtes Unikat und als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus Leidenschaft kultureller Wert entstehen kann.
Würde er noch einmal von vorne beginnen? Die Antwort kommt ohne Zögern: „Ja, sofort.“
Und die Geschichte seines Museums in einem Satz? Hubert bringt es auf den Punkt:
„Man muss einen gehörigen Vogel haben so etwas zu machen, aber daraus wurde nun eine Lebensgeschichte.“ Das sagt mir auch bereits der legendäre Kräuterpfarrer Hermann Josef Weidinger (+2004) gleich nach der Eröffnung.
Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf Tochter Patricia und dem Enkelkind Leo, das dieses Lebenswerk weiter geführt wird.
Er gründete 1996 in Auffach das 1. Tiroler Holzmuseum
Sogar eine Hauskapelle findet man im Holzmuseum
Holz so weit das Auge blickt….







