Sechsmal Olympia – Österreichs Musik auf der größten Bühne der Welt
Musiker aus der Wildschönau schreiben Olympia-Geschichte. Sechsmal bei Olympischen Spielen aufzutreten ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Geschichte, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Das Tyrol Music Project aus der Wildschönau ist längst mehr als eine regionale Musikformation: Die fünf Musiker sind zu klingenden Botschaftern Österreichs geworden – auf einer der größten Bühnen der Welt.
Bereits zum sechsten Mal entsendet das Olympische Komitee diese Gruppe aus dem Hochtal Wildschönau als musikalische Vertretung Österreichs zu den Spielen.
Eine Auszeichnung, die in dieser Kontinuität weder eine andere österreichische Musikgruppe noch eine Gemeinde des Landes vorweisen kann. Angeführt von den Gründern Hubert und Toni Klingler steht das Ensemble für ein Tiroler Lebensgefühl, das authentisch, modern und mitreißend ist – und international verstanden wird.
Begonnen hat alles unspektakulär, fast zufällig. Ein Dorffest in Aurach, ein kurzer Blick aus einem vorbeifahrenden Auto, ein paar Tage später ein Anruf.
Die Frage: Ob man eine Olympiabewerbung musikalisch begleiten wolle. Die Antwort fiel spontan – und sollte das Leben der Musiker verändern. „Am Sonntag haben wir noch gespielt, am Montag sind wir geflogen“, erinnert sich Toni Klingler. Eine große Karriere war damals kein Gedanke, der Zugang zur Musik blieb derselbe: egal ob im Wirtshaus oder auf der olympischen Bühne – Musik bleibt Musik.
Genau diese Haltung prägt das Tyrol Music Project bis heute. Die Musiker kommen aus unterschiedlichen Richtungen – Volksmusik, Jazz, internationale Rhythmen –, verbunden durch jahrzehntelanges gemeinsames Musizieren. Mit von der Partie sind noch Schlagzeuger Charly Mair, Max Hechenblaikner, und Tobias Waltl.
Fast 40 Jahre Zusammenarbeit haben einen Sound geformt, der bodenständig ist und zugleich offen für Einflüsse von außen. „Unsere Musik ist wie eine Landschaft“, sagt Klingler. „Bergig, strukturiert. Ein Hochhaus würde da nicht hineinpassen.“
Im olympischen Umfeld wird diese Authentizität spürbar. Wenn Sportler, Gäste und Funktionäre müde im Austria-Haus ankommen, entsteht durch Musik, Gespräche und Gastlichkeit ein Moment des Ankommens. Grenzen verschwimmen, Olympiasieger werden zu ganz normalen Menschen.
Dass dabei auch legendäre Geschichten entstehen, gehört dazu – wie jene Nacht 2018 in Pyeongchang, als Skistar Manuel Feller nach seiner Silbermedaille seinen Hut gegen die Medaille tauschte. Am Ende flog er ohne sie nach Hause, die Medaille wurde später nachgereicht – eine Anekdote, die bis heute erzählt wird.
Am 4. Februar reist das Tyrol Music Project erneut aus: nach Cortina d’Ampezzo, ins Österreich-Haus der Winterspiele 2026. Dort werden die Musiker täglich mit musikalischen Grüßen aus Österreich für Stimmung sorgen.
Wie ganz Tirol hoffen sie auf Medaillen und unvergessliche Momente. Eines jedoch haben sie allen voraus: Sechsmal Olympia – nicht als Sportler, sondern als kulturelle Visitenkarte des Landes.
Sechsmal Olympia ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Leidenschaft, Zusammenhalt und einer Haltung, die Musik nicht als Show versteht, sondern als verbindende Kraft. Eine Geschichte, die gewachsen ist – und noch lange nicht zu Ende erzählt.
Schneidige Musiker für Cortina – das Tyrol Music Project – von STADLER Schuhe perfekt nach Olympia-Farben eingekleidet.
v..: Max Hechenblaikner, Toni Klingler, Charly Mair, Tobias Waltl und Bandleader Hubert Klingler
Paris
Rio an der Copa
Pyeongchang Südkorea








