Jausenstation Schrofen schließt mit Silvester – Abschied von einem Traditionsbetrieb im Hochtal
Mit dem Jahreswechsel geht in der Wildschönau ein Stück gelebter Wirtshauskultur zu Ende: Die weithin bekannte und beliebte Jausenstation „Schrofen“ schließt mit Silvester endgültig ihre Pforten.
Nach Jahrzehnten der Gastfreundschaft verabschieden sich Gastwirt Josef Aschaber und seine Mutter Maria von ihren Gästen – nicht ohne Dankbarkeit, aber mit spürbarer Wehmut.
Der Entschluss sei über einen längeren Zeitraum gereift, wie Josef Aschaber betont. „Es war keine leichte Entscheidung“, sagt der Wirt, der den Betrieb stets parallel zur Landwirtschaft geführt hat.
„Ausschlaggebend war vor allem meine Pensionierung und die fehlende familieninterne Nachfolge“, meint Josef.
Zwar gäbe es mit Felix, dem Sohn seines Bruders und ausgebildeten Käsemeister, der das nötige Rüstzeug dazu hätte, einen möglichen Nachfolger. Doch dieser ist beruflich fest eingebunden. Ob sich beides künftig einmal verbinden lässt, müsse die Zeit zeigen.
Die Jausenstation „Schrofen“ war über viele Jahrzehnte weit mehr als ein Einkehrplatz für Wanderer und Biker. Sie war Treffpunkt für Einheimische und Gäste, Ort der Musik, der Geselligkeit und der ehrlichen Tiroler Küche.
Besonders legendär: die Brodakrapfen und Schmalznudeln die bis heute von Maria Aschaber zubereitet wurden. Wie viele davon seit den 1970er-Jahren über den Küchentisch des „Schrofen“ gingen, lässt sich nur erahnen – es waren aber viele Hunderttausende.
Auch überregional genoss der „Schrofen“ einen ausgezeichneten Ruf. Wanderer, Radler und Stammgäste aus dem In- und Ausland schätzten die bodenständige Küche, die familiäre Atmosphäre und die besondere Lage im Hochtal der Wildschönau mit grandiosem Blick in das Inntal.
Am Silvesterabend wird noch einmal gemeinsam gefeiert – als bewusstes Abschiedsfest und als Dank an alle, die den „Schrofen“ über Jahrzehnte begleitet haben. Danach werden die Rollläden endgültig geschlossen.
Mit der Schließung verliert das Hochtal einen Traditionsbetrieb, der vielen fehlen wird.
Für Maria und Josef Aschaber beginnt ein neuer Lebensabschnitt – für die Gäste bleiben Erinnerungen an unzählige Einkehrschwünge, Musikabende und echte Tiroler Gastlichkeit.
Beide sagen noch einmal „DANKE“ für die lange Treue!
Wildschönau TV hat am gestrigen Montag den Schrofen noch einmal besucht:
Jahrzehntelange treue Gastgeber von tausenden Stammkunden – dafür gebührt dem Josef und seiner Mutter Maria großer Dank!
Der Josef in seinem Element – das wichtigste bei ihm war stets die Zufriedenheit der Gäste
Immer ein freundliches Lächeln für seine Gäste: Josef Aschaber der „Schrofenwirt“.
Zwar abgelegen, trotzdem fanden in den vielen Jahrzehnten tausende Stammgäste den „Schrofen“








