Rad- und Wanderwegprojekt Wildschönau geht in die Winterpause
Das derzeit teuerste Rad- und Wanderinfrastrukturprojekt des Landes Tirol im Hochtal Wildschönau legt mit Beginn der kalten Jahreszeit eine planmäßige Winterpause ein. Die umfangreiche und kostspielige Maßnahme mit Gesamtbaukosten von rund 5,5 Millionen Euro blickt auf eine außergewöhnlich lange Vorgeschichte zurück: Mehr als 30 Jahre wurde das Projekt geplant, diskutiert und weiterentwickelt.
In dieser Zeit vergingen zahlreiche Gemeinderatsperioden, auch mehrere Bürgermeisterwechsel prägten den Weg bis zur endgültigen Umsetzung. Erst jetzt wagte man den entscheidenden Schritt, um dieses für die Region zentrale Infrastrukturvorhaben Realität werden zu lassen.
Den Großteil der Finanzierung tragen das Land Tirol, die Gemeinde Wildschönau sowie der Tourismusverband Wildschönau gemeinsam. Um den Baufortschritt sicherzustellen, musste die Gemeinde Wildschönau dem Land Tirol zuletzt mit einer Zwischenfinanzierung in Höhe von 4,2 Millionen Euro aushelfen. Diese Summe soll laut aktuellem Finanzierungsplan bis spätestens 2027 rückerstattet werden.
Ein besonderer Höhepunkt des Projekts steht im kommenden Frühjahr bevor: Unterhalb des Gasthofs Talmühle wird eine rund 39 Tonnen schwere Stahlbrücke eingebaut – ein technisch anspruchsvoller Meilenstein innerhalb des Gesamtprojekts.
Die Freigabe des neuen Rad- und Wanderweges ist für den Frühsommer 2026 geplant. Bis dahin ruhen die Arbeiten witterungsbedingt. Positiv für den laufenden Winterbetrieb: Die Zufahrt zum Skizentrum Schatzbergbahn ist während der Wintermonate problemlos gewährleistet, Einschränkungen für den Skibetrieb sind nicht zu erwarten.
Mit dem Projekt setzt die Wildschönau langfristig auf eine nachhaltige, sichere und zeitgemäße Infrastruktur für Radfahrer und Wanderer – ein Vorhaben, das die Region touristisch wie auch für die heimische Bevölkerung nachhaltig stärken soll.
Ein Teil der tüchtigen Männer rund um den Bau des Rad-und Wanderweg Wildschönau
Leistete sehr gute Arbeit: Baupolier Richard Granegger von der Firma Bodner
Das Wiederlager Nord, wo dann die 39 Tonnen schwere Stahlbrücke montiert wird.






