Wildschönauer Krautschnapsbrenner holen Top-Auszeichnungen
Die Wildschönau darf sich über einen besonderen Erfolg freuen: Gleich drei heimische Brennerpersönlichkeiten – Yonne Prosser, Josef Unterberger und die Familie Schellhorn – wurden bei der 31. Tiroler Schnapsprämierung mit dem begehrten Qualitätssiegel ausgezeichnet. Ein starkes Lebenszeichen für die jahrhundertealte Brennkultur im Hochtal – und ein eindrucksvoller Beweis, dass Tradition, Handwerk und Leidenschaft nach wie vor für Spitzenqualität sorgen.
109 Betriebe aus ganz Tirol stellten sich der Jury, insgesamt 561 Edelbrände und Liköre wurden heuer zur Bewertung eingereicht – ein deutliches Signal für die große Bedeutung dieser Prämierung. Die feierliche Bekanntgabe der Ergebnisse fand im Tiroler Landhaus statt, wo die anwesenden Brennerinnen und Brenner mit Spannung auf die Entscheidungen der Expertenjury warteten.
Die Tiroler Schnapsprämierung gilt seit über drei Jahrzehnten als Fixpunkt im landwirtschaftlichen Jahreskreis, als Bühne für Innovation und Qualitätsstreben. Über die Jahre hat sich der Tiroler Edelbrand zu einem Genussmittel höchster Güte entwickelt – getragen von den zahlreichen Weiterbildungsangeboten der Landwirtschaftskammer, vor allem aber vom Fleiß, Können und Perfektionismus der regionalen Produzenten.
Auffallend stark präsentierten sich heuer die Kernobstbrände. Rund die Hälfte aller eingereichten Proben stammte aus heimischen Apfel- und Birnensorten – ein klares Bekenntnis zu Regionalität und Tradition. Gerade diese Brände überzeugten 2025 mit besonders hoher Qualität und gelten als Höhepunkt der Prämierung.
Für die Wildschönau bedeutet die Auszeichnung der drei Betriebe einen großen Erfolg, denn die Region ist seit jeher für ihren „Krautinger“ bekannt. Dass die Jury die Qualität der heimischen Brennkultur nun erneut bestätigt, erfüllt nicht nur die Produzenten selbst, sondern auch das gesamte Hochtal mit berechtigtem Stolz.
Yonne Prosser setzte mit feinem Gespür und klarer Aromatik Maßstäbe. Josef Unterberger, seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Brenner, überzeugte mit sauberer Verarbeitung und Sortenreinheit,
und die Familie Schellhorn (Sieger 2025), bereits mehrfach prämiert, unterstrich mit ihren Bränden erneut ihre Qualitätskonstanz.
Sie alle stehen stellvertretend für eine Region, in der das Brennen nicht nur Tradition, sondern gelebte Kultur ist.
Die Prämierung zeigt eindrucksvoll: Die Wildschönauer Produzenten zählen beim „Krautinger“ ohne Konkurrenz. Und sie beweisen, dass handwerkliche Qualität, regionale Früchte und die Liebe zum Detail ein Erfolgsrezept sind, das Jahr für Jahr überzeugt.
Herzliche Gratulation an die Ausgezeichneten – ein starkes Lebenszeichen für die Brenntradition im Hochtal Wildschönau!
Gruppenfoto Landessieger: LK-Obstverarbeitungsreferent Ulrich Zeni, LK-Präsident Josef Hechenberger, Franz und Elisabeth Benedikt (Landessieger Liköre, Grins), Otto Permoser (Landessieger Brände, Stift Wilten), Angelika und Markus Spitaler (Landessieger Brände, Hippach), Daniela Lener (Landessiegerin Brände, Terfens) mit LH-Stv. Josef Geisler und LK-Fachbereichsleiter Wendelin Juen
Foto: Die Fotografen
Familie Schellhorn







