Zwei Lawinentote im Hochtal Wildschönau – daran kann sich niemand erinnern….

“An ein solch dramatisches Lawinenunglück wie gestern Abend auf der Breiteggspitze, kann sich in der Wildschönau niemand erinnern”, sagt heute ein sichtlich geschockter Einsatzleiter der Alpinpolizei, Christoph Silberberger, selbst Wildschönauer, der die Bergwelt in-und auswendig kennt.

Nach dem Lawinenunglück mit fünf Toten im Gemeindegebiet von Spiss ist am Freitag auch ein Ehepaar in der Wildschönau bei einer Skitour ums Leben gekommen. Die beiden waren am Abend nicht zurückgekehrt. Bei einer nächtlichen Suchaktion wurde die Lawine entdeckt, die zwei konnten nur mehr tot geborgen werden.

Als sie am Abend nicht zurückgekehrt und sie auch nicht mehr telefonisch erreichbar waren, alarmierten Angehörige gegen 21.40 Uhr die Einsatzkräfte. Alpinpolizei, Bergrettung und Feuerwehr Auffach (Gemeinde Wildschönau) starteten sofort mit der Suche.

Unterstützt wurden sie dabei durch drei Suchhunde, eine Drohne und den Polizeihubschrauber aus Salzburg, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Vom Hubschrauber aus konnte schließlich die Schneebrettlawine südlich des Gipfels der Breitegg-Spitze entdeckt werden.

Anbruchkante der tödlichen Schneebrettlawine in der Wildschönau
Die Anbruchkante der Schneebrettlawine unterhalb der Breitegg-SpitzeFoto Polizei

Lawinenverschüttetengerät führt zu toten Tourengehern

Die Suchmannschaften wurden daraufhin in diesen Bereich beordert. Mit Hilfe von Lawinenverschüttetensuchgeräten konnten die beiden Tourengeher unter den Schneemassen lokalisiert werden und ausgegraben werden. Sie konnten nach der langen Zeit aber nur mehr tot geborgen werden.

Die beiden Alpinpolizisten Markus Pacher (links) und Einsatzleiter Christoph Silberberger, waren sowie beim Nachteinsatz sowie bei der Bergung mit

vor Ort.

Diese Bilder hat Stefan Silberberger (KFZ-Werkstätte) am heutigen Tag gemacht. Diese zeigen sehr eindrucksvoll das enorme Ausmaß der Lawine am Breiteggspitz.

     

 

 

 

Weiterempfehlen: