Ein großer Festtag für die Gemeinde Wildschönau – Alt-LH Herwig van Staa brillierte in seiner Festrede…..

Der heutige Sonntag war für das Hochtal Wildschönau ein ganz großer Festtag! Nach insgesamt sieben Jahren des nachdenken, planen und bauen, konnte nun das Bildungszentrum Wildschönau seiner offiziellen Bestimmung übergeben werden. Mit einem großen Festakt, wie man einen solchen im Hochtal wohl kaum je erlebt hat, wurde das Gesamtprojekt von Alt-LH Herwig van Staa und BGM Hannes Eder eröffnet. Der Spatenstich für die damalige Hauptschule Wildschönau erfolgte am 8. Oktober 1973, eingeweiht wurde die Schule am 11. März 1977 vom legendären LH Eduard Wallnöfer. Von den damals 14 Gemeinderäten leben noch Josef Unterberger und Alfons Klingler. Unter den Ehrengästen auch Bundesrat Sebastian Kolland.

Den Anstoß für das neue Bauvorhaben lieferte der leider verstorbene Direktor Gebhard Perl. Auf seine Anregung und nachdrücklichen Einsatz für die Schule wurde in den Jahren 2014-2015 unter Moderation von Arch. Ursula Spannberger Bedarf, Notwendigkeiten und Wünsche für das Schulareal von allen Seiten zusammengefasst – beginnend bei der Schule, über Kindergarten, Schülerhort bis hin zu den öffentlichen Nutzungen und Vereinen. Als Ergebnis aus diesem Prozess entstand ein Raumprogramm, das die Basis für den Architekturwettbewerb 2017-2018 bildete. Das Siegerteam aus dem Wettbewerb, ARGE Benedikt Hörmann und KraftWERK Architektur, war seitdem intensiv mit der Detailplanung, Entwicklung und Bauabwicklung des Projektes befasst. Auch der damalige BGM Rainer Silberberger leistete gemeinsam mit Christine Eberl viel Vorarbeit für das Projekt.

Investitionssumme 16,2 Mio. Euro

Für die Gemeinde als Bauherr stellte die Finanzierung natürlich eine riesengroße Herausforderung dar. Insgesamt war eine Investitionssumme von 16,2 Mio. Euro aufzustellen. Das war für die Gemeinde Wildschönau nur durch die starke Unterstützung seitens des Landes möglich. So wird über verschiedenste Förderschienen in Summe ein Betrag von mehr als 6 Mio. Euro durch Land und Bund für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.

Der Restbetrag verbleibt bei der Gemeinde Wildschönau. Aus Rücklagen und durch Finanzierung aus dem ordentlichen Haushalt in den drei Jahren der Bauzeit ist eine Summe von knapp 3 Mio. Euro vorgesehen. Der Rest musste langfristig über Darlehen finanziert werden.
Das ist auch nur möglich, weil in den letzten Jahren sehr sorgsam budgetiert und der Schuldenstand (inkl. Leasing und Haftungen) der Gemeinde kontinuierlich reduziert worden ist. So ist der Schuldenstand in den letzten 10 Jahren von 8 Mio. Euro auf nunmehr 3,5 Mio. Euro gesunken und bot deshalb den Spielraum, ein Projekt in dieser Größe überhaupt umsetzen zu können!

Abwicklung in Baustufen 2019-2021

Vom Zeitlichen her wurde das Gesamtprojekt in mehreren Etappen umgesetzt:

Die erste Baustufe für die Schulsanierung startete ab den Osterferien 2019 mit dem Abriss des Zwischentraktes zwischen Schulgebäude und Turnhalle. In einem sehr engen Terminplan wurde dann bis zu den Sommerferien der Rohbau für Zentralgarderobe und Foyer mit dem neuen Haupteingang an dieser Stelle errichtet. Und dann ging es ab Ende Juni bis Ende August 2020 beim Schulgebäude zur Sache.

Zum letzten Abschnitt, der Sanierung der Mehrzweckhalle wurde einmal im Zuge der Planungen und dann noch einmal bei Vorliegen der Angebote im Gemeinderat der Beschluss gefasst, das geplante Budget doch deutlich anzuheben. Die Gründe für die höheren Kosten im Vergleich zur Schätzung aus dem Jahr 2018 war erstens die Marktlage in der Bauwirtschaft und die Erhöhung der Baukosten im heurigen Jahr.

Dazu kam eine wahrscheinlich zu optimistische Schätzung der Kosten. Und drittens schlagen sich auch umfangreiche Maßnahmen für eine gute Akustik in der Halle sowie einen ordentlichen Schallschutz aus der Halle für Anrainern auch in den Kosten nieder. Die Entscheidung hat sich der Gemeinderat nicht leicht gemacht. Doch war es nach Vorliegen aller Fakten doch eine einstimmige Entscheidung, das Projekt trotz höherer Kosten durchzuziehen. Die Alternativen wie eine Verschiebung der Baumaßnahmen oder Kürzung in der Qualität der Ausführung wie z.B. Verzicht auf Schallschutzmaßnahmen würde langfristig sicher bereut.

Zudem konnte die Finanzierung der Baukosten für die Mehrzweckhalle von 4,05 Mio. Euro auch sichergestellt werden, einerseits durch Zusatzförderungen von Land und Bund, mit der die Kostensteigerung aufgrund der Coronapandemie abgefedert werden und andererseits durch einen höheren Anteil von Eigen- mitteln, die wir im Budget umschichten konnten.

In Summe liegen die Gesamtkosten für das Projekt nun bei 16,2 Mio. Euro, wovon 7,2 Mio. Euro durch verschiedenste Zuschüsse von Land und Bund sowie 3,1 Mio. Euro durch Eigenmittel finanziert wurden. Der Rest von 5,9 Mio. Euro wird über Darlehen abgedeckt.

Alle Festredner lobten die gute Zusammenarbeit aller Institutionen und Baufirmen. Einen rhetorischen Hochgesang auf das Hochtal feuerte Alt-LH Herwig van Staa ab. Er freute sich als ihn LH Günther Platter fragte, ob er das Land Tirol vertreten würde, “das mache ich sehr gerne”, so van Staa. Und tat dies dann mit einer Hommage an das Hochtal.

Eine großartige und festliche Eröffnung zum der man nur gratulieren kann.

Diese Bürgermeister waren für den heutigen Festtag entscheidend verantwortlich: v.l.: Der amtierende BGM Hannes Eder, Alt-LH Herwig van Staa überbrachte die Glückwünsche des Landes, Alt-BGM Peter Riedmann und Alt-BGM Rainer Silberberger.

GR Christine Eberl war von der ersten Stunde an mit dabei, als zuständige Schulreferentin hatte sie alle Hände voll zu tun. Glückwünsche gab es von Alt-LH Herwig van Staa.

Fast 200 Musikanten begleiteten des Festzug ins Bildungsszentrum

Die Scharfschützenkompanie Wildschönau

Die Sturmlöder

Die Schützengilde

Eine imposante Truppe…..

Große Freude beim Gemeinderat mit Alt-LH Herwig van Staa

Martin Seisl (links) der großartige Trompeter und Solist der BMK Mühltal

Auch für die “Kuchen-Frauen” der Bäuerinnen gab es Lob vom Alt-Landeshauptmann

Alt-GR Alfons Klingler ist einer der zwei noch lebenden vom damaligen Gemeinderat, die den Beschluss zum Bau der Hauptschule Wildschönau fassten. Seine Frau Herta und Sohn Richard begleiteten ihn in das neue Bildungszentrum.

Ein stolzer Bürgermeister Hannes Eder

Weiterempfehlen:

Eine Antwort
  1. Josef Gwiggner

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie als Verfasser haften für sämtliche von Ihnen veröffentlichte Beiträge selbst und können dafür auch gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Beachten Sie daher bitte, dass auch die freie Meinungsäußerung im Internet den Schranken des geltenden Rechts, insbesondere des Strafgesetzbuches (Üble Nachrede, Ehrenbeleidigung etc.) und des Verbotsgesetzes, unterliegt. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge zu löschen, strafrechtlich relevante Tatbestände gegebenenfalls den zuständigen Behörden zur Kenntnis zu bringen. Die Registrierungsbedingungen sind zu akzeptieren und einzuhalten, ebenso Chatiquette und Netiquette! Neue Kommentare müssen erst vom Administrator freigegeben werden!