Bezirksbauern-Obmann Hans Gwiggner zieht sich aus allen Funktionen zurück

Bauernbund-Urwahl: die neue Periode bringt starke Veränderungen mit sich
Die Bauernbund-Urwahlen auf Orts- und Gebietsebene konnten großflächig abgeschlossen werden / Der Bauernbund wählt erstmals digital / Hans Gwiggner zieht sich als Bezirksbauernobmann zurück.

Die Coronapandemie zwingt den Bauernbund dazu, bei den Wahlen auf Gebiets- und Bezirksebene von Präsenz- auf Onlinewahlen umzusteigen. Der Tiroler Bauernbund wählt im Sechs-Jahres-Rhythmus auf Orts-, Gebiets-, Bezirks- und Landesebene seine Vertretungsgremien und das auch in den Sektionen Jungbauernschaft/Landjugend und Forum Land. Die heurige Coronasituation hat uns auch bei den Bauernbund-Urwahlen viel abverlangt.

Es ergaben sich neue Herausforderungen, die so noch nie dagewesen waren“, so Bezirksbauernbundobmann Ök.-Rat Hans Gwiggner und Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl.

Wahlbeteiligung bei 76 Prozent

„Es ist uns glücklicherweise gelungen, die Bauernbund-Wahlen mittels Briefwahlen auf Ortsebene flächendeckend im ganzen Bezirk Kufstein durchzuführen“, zeigt sich BBO Gwiggner mit den Ergebnissen der Wahl zufrieden.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 76 Prozent. „Besonders freut uns, dass auf Landesebene, wieder 10 Ortsgruppen, die in der vergangenen Funktionsperiode keine Ortsgruppe mehr gebildet haben, wiederbelebt wurden“, führt Raggl aus. Im Bezirk Kufstein sind es derzeit 32 Ortsgruppen. „Bei 279 politischen Gemeinden verfügt der Tiroler Bauernbund derzeit über rund 330 Ortsgruppen.“

Äußerst positiv für den Bauernbund wertet Direktor Raggl auch die konstante Mitgliederzahl des Tiroler Bauernbundes, von Forum Land und der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend. „Zudem vermerkten wir einen deutlichen Zuwachs an Familienmitgliedern, die sich dem Bauernbund angeschlossen haben und ihn zukünftig unterstützen wollen.

„Wir sehen als Bauernbund unsere Aufgabe in der wirtschafts-, sozial-, kultur- und gesellschaftspolitischen Vertretung der bäuerlichen Bevölkerung und des gesamten ländlichen Raumes. Dieser Einsatz soll allen Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Gemeinden zugute kommen“, erklärt Gwiggner.

Eine gewohnt starke Verjüngung verzeichnet der Bauernbund bei seinen Ortsbauernobmännern. „Mehr als die Hälfte der Ortsgruppen wechseln in der kommenden Periode ihre Obmänner und bringen somit auch neuen Wind in unsere Reihen“, freut sich Gwiggner. „15 Obmänner wurden in ihrem Amt bestätigt, 17 neue Gesichter werden ihre Ortsgruppen zukünftig vertreten.“

Wie geht es nun weiter?

Durch den aktuellen zweiten Lockdown ist es nicht möglich, die noch ausstehenden Bezirkswahlen in der gewohnten Form der Präsenzwahl durchzuführen. Die Lösung: Bis Anfang Dezember werden die Bauernbund-Vertreter digital gewählt. „Für uns ist die digitale Wahl absolutes Neuland. Doch wir sind gut gerüstet und froh, unsere Termine auf diesem Weg einhalten zu können.

Die Gebietswahlen sind bereits sehr erfolgreich und mit reger Wahlbeteiligung über die Bühne gegangen,“ so Peter Raggl. Die Bezirksobmänner und ihre Stellvertreter sollten damit bis Anfang Dezember gewählt sein. „Es ist uns wichtig, den Zeitplan einzuhalten, damit wir für die Landwirtschaftskammerwahl im Frühjahr vorbereitet sind.

Wir brauchen geeignete Kandidaten aus unseren Reihen – daher konnten wir die Urwahlen inmitten der Coronapandemie nicht aufschieben.”
Die Stärke des Tiroler Bauernbundes war und ist der persönliche Kontakt mit den Mitgliedern und Funktionären. In Form von digitalen Videokonferenzen wolle man sich nach den Wahlen mit den neuen und bestätigten Funktionären auseinandersetzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Gwiggner zieht sich aus allen Funktionen zurück

Bei der bevorstehenden Bezirkswahl wird Johann Gwiggner nicht mehr als Bezirksbauernobmann zur Verfügung stehen. „Nach 24 Jahren als Bezirksbauernobmann ist es für mich an der Zeit, mich zurückzuziehen, um die Interessensvertretung der Landwirtschaft im Bezirk in jüngere Hände zu legen“, so Hans Gwiggner.

Nach fast dreißigjähriger Funktionärstätigkeit im Orts- und Bezirksbauernrat, sowie zehn Jahren als Abgeordneter im Tiroler Landtag, wird sich Gwiggner nun aus sämtlichen Funktionen zurückziehen. „Es ist mir wichtig, dass die Landwirtschaft im Bezirk Kufstein für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt ist.

Wir haben viele motivierte Bauern, die sich für unseren Berufsstand engagieren, daher bin ich zuversichtlich, dass unsere Bauernfamilien wieder starke Persönlichkeiten als ihr Sprachrohr in diese Funktionen wählen“, so Gwiggner.

Von 30.11. – 2.12 werden landesweit die Bezirksobleute gewählt. Selbstverständlich werden wir zeitgerecht über das Wahlergebnis und die neue Bauernbund-Bezirksführung im Bezirk Kufstein informieren.

Ein Interview mit Hans Gwiggner und einen Rückblick auf 24 Jahre Obmannschaft gibt es in den nächsten Tagen auf dieser Seite!

Hans Gwiggner zieht sich nach 24 Jahren Bauernbund-Obmannschaft aus allen Funktionen zurück. Ein im gesamten Bezirk hoch geschätzter Bauernbündler, sagt “Pfiat Gott”…

 

 

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