Diakon Peter Sturm aus Niederau wendet sich  mit einer Osterbotschaft an seine Schwestern und Brüder.

Die ganze Welt ist still geworden. Noch vor wenigen Wochen hätte niemand von uns gedacht, dass die Menschen auf der ganzen Welt in so große Sorge geraten werden. Und doch war es notwendig, das enorme Lebenstempo des Alltags zu drosseln und der Natur gewisse Erholung zu gönnen.

Es ist die echte Fastenzeit eingetroffen. Wir haben plötzlich mehr Zeit bekommen, mehr Zeit für sich selbst und mehr Zeit für die Familie und für die anderen Menschen, mit denen wir durch die moderne Kommunikation verbunden sind.

Viele Menschen haben hoffentlich zu sich gefunden. Manche haben auch die freie Zeit genützt zur Besinnung und zum Gebet. Und so haben wir ein wenig von der Auferstehung und vom neuen Leben in uns zu spüren bekommen.

Alles anders…

Das ist wohl eine Erfahrung, die uns alle im Blick auf die vergangenen Tage und Wochen verbindet, dies bleibt wohl auch so im Blick auf die kommende Karwoche und das diesjährige Osterfest. Jeder einzelne von uns hat in der vergangenen Zeit so manche Einschränkungen mitgetragen und bewusst auf so manches  verzichten müssen.

Vielleicht ist es bisher eine Erfahrung von Grenze und Belastung, vielleicht aber auch von einem neuen Lebensgefühl, das Wesentliches und sonst kaum Wertgeschätztes stärker in den Blick nimmt.

und trotzdem OSTERN

Wir feiern die Karwoche und Ostern – diesmal, den Umständen entsprechend in kleinen, häuslichen Gemeinschaften. Ich lade euch ein, bewusst zu Hause diese österliche Zeit zu feiern.Ich lade euch ein, in diesen Tagen auch zu Hause in den Familien zusammenzurücken und diese Tage zu feiern.

Vielleicht entdeckt  ihr gerade dadurch neu, wie schön und wichtig auch das Gebet in den Familien ist. Auch die Osterspeisen können heuer nur im familiären Kreis gesegnet werden. Verwendet dazu das vorgeschlagene Segensgebet im Internet: „inpuncto trotzdem ostern“.

Jeder Mensch, der selbst glaubt, darf auch segnen. Gerade die Speisensegnung kann ein erweitertes Tischgebet mit der Familie sein. Habt Mut dazu, ob allein oder in Gemeinschaft – und bleiben wir uns dabei weiterhin nahe!

In Gedanken und im Gebet mit euch verbunden, erbitte ich den Segen des Auferstanden Herrn für alle in unseren Pfarrgemeinden! Ein gesegnetes und von Hoffnung getragenes Osterfest wünsche ich allen von Herzen, Diakon Peter Sturm

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Eine Antwort
  1. Greti Fuchs

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