Wegen Corona-Krise: Alpenverein appelliert auf Bergtouren zu verzichten

Innsbruck (OTS) – Um alpine Notfälle besonders in Zeiten der Corona-Krise zu verhindern und somit medizinische Kapazitäten freizuhalten, richtet der Österreichische Alpenverein den dringenden Appell an alle Bergsportler, vorläufig auf sportliche Aktivitäten in den Alpen zu verzichten.

Die Maßnahmen rund um das Corona-Virus spitzen sich zu – dies belegen auch die bundesweit in Kraft getretenen Verkehrsbeschränkungen. Sportliche Aktivitäten im Freien sind demzufolge nur stark eingeschränkt zulässig.

Den ein- oder anderen Bergsportler wird es – verstärkt durch milde Wetterprognosen – in den kommenden Tagen wohl dennoch in die Berge ziehen. Auch wenn laut aktuellen Informationen des Land Tirol vom 16. März 2020 Skitouren, Wandern und Berggehen nicht möglich sind. Laut Land Tirol sei es „ganz wichtig“, dass keiner „zur Skitour oder zum Wandern auf den Berg geht“.

Aktuell wendet sich der Österreichische Alpenverein daher ebenfalls mit einem dringenden Appell an alle Bergsportler: „Der Alpenverein ruft dazu auf, in den kommenden Wochen auf Skitouren oder
Wanderungen gänzlich zu verzichten.

Derzeit wird das medizinische Personal anderswo dringend gebraucht – die Situation soll nicht durch von Freizeitsportlern verursachten Unfällen zusätzlich verschärft werden,“ so Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora. Die aktuelle Lage sei angespannt genug – jetzt sei Besonnenheit gefragt.

Bergsport ist für den Alpenverein untrennbar auch mit Eigenverantwortung verbunden – sowie mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Risikosituationen. In Zeiten wie diesen sei aber ein solcher Appell laut Ermacora mehr als angebracht.

“Die Alpenvereinsfamilie muss hier mit gutem Beispiel voran gehen und das eigene Interesse zurückstellen.”

Der Alpenverein rät derzeit von Skitouren ab. Die Einsatzkräfte – falls etwas passiert, werden im Moment für anderes gebraucht.

 

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