TT: 201 Mio. Euro für Tourismusverbände – MCI veröffentlicht Zahlen und Fakten zum Tiroler Tourismus

Das MCI und die Tirol Werbung hat gestern die Zahlen für das Tourismusjahr 2019 auf den Tisch gelegt. Große Gewinner sind der TVB Ötztal, Kitzbühel und Achensee erwirtschafteten den höchsten Umsatz je Gästebett. Wildschönau landet bei Pro-Bett Umsatz an vorletzter Stelle.
Von Max Strozzi
Innsbruck – Tirols Tourismus ist in den vergangenen Jahren von Rekord zu Rekord geeilt. Die Tourismusplattform TTR von Tirol Werbung und MCI Tourismus hat die wichtigsten Zahlen zu den 34 Tiroler Tourismusverbänden für 2019 bzw. das Tourismusjahr 2018/19 dargelegt. Den Tiroler TVB standen 2019 demnach insgesamt 201,6 Mio. Euro an Budget zur Verfügung. Im Winter bieten Tourismusbetriebe (ohne Camping) 337.000 Betten an, im Sommer 331.000. Damit blieb die Bettenzahl in den letzen fünf Jahren konstant, während die Nächtigungen um 12 % auf 49,6 Millionen zulegten. Tirols Hotels erzielten 2019 einen reinen Bettenumsatz von ca. 3,4 Mrd. Euro. Die Auslastung der Betriebe lag im Schnitt bei 143 Vollbelegungstagen.Wie sieht die Situation in den einzelnen Tourismusverbänden aus?

Die Reichsten: Mit einem Jahresbudget von 20,4 Mio. Euro verfügte im Vorjahr der TVB Ötztal über das meiste Geld. Der TVB Innsbruck/Feriendörfer kam auf 17,6 Mio. Euro, Paznaun-Ischgl auf 11,8 Mio. Euro. Es folgen Serfaus-Fiss-Ladis (10,1 Mio.), Osttirol (9 Mio.), Seefeld (8,3 Mio.) und Kitzbühel Tourismus (8,2 Mio.). “Die Budgets sind in den vergangenen Jahren durch höhere Nächtigungsabgaben gestiegen”, erklärt Huber Siller vom MCI-Tourismus. 2015 lag die Ortstaxe vielfach unter 2 Euro je Nächtigung, mittlerweile liegen einige TVB bei 3 Euro. Die kleinsten Budgets haben Lechtal, Wipptal (je 1,3 Mio. Euro) und Tirol West (1,4 Mio.).

Die Größten: Gemessen an den Nächtigungen führt Ötztal mit 4,2 Mio. Übernachtungen vor Innsbruck/Feriendörfer mit 3,5 Mio., Paznaun/Ischgl (2,8 Mio.), Serfaus-Fiss-Ladis (2,6 Mio.) und Erste Ferienregion im Zillertal (2,5 Mio.). Gemessen an der Bettenzahl führt ebenfalls Ötztal Tourismus mit durchschnittlich etwa 26.000 Betten (24.474 im Sommer, 27.654 im Winter), diesmal vor Paznaun/Ischgl (ca. 22.400), Innsbruck/Feriendörfer (18.800), Osttirol (18.700) und Erste Ferienregion im Zillertal (17.450). Die Kleinsten: Tirol West (2100 Betten), Hall/Wattens (2400) und Reutte (2900).

Die Umsatzstärksten: Der Umsatz je Gästebett wirbelt die obige Hierarchie durcheinander. Zu Kitzbühel Tourismus zählende Betriebe kommen auf 19.667 Euro Jahresumsatz je Bett, dahinter folgen TVB Achensee (18.046 ?), Tannheimer Tal (14.820 ?), Serfaus-Fiss-Ladis (14.228 ?) und Tux-Finkenberg (13.980 ?). “Hier spiegeln sich die gehobene Hotellerie und gesundheitsorientierte Angebote wider”, sagt Siller.

Schlusslichter: Lechtal (4150 Euro je Bett), Wildschönau (4541) und Wipptal (4742). Nimmt man den gesamten Bettenumsatz in einem TVB, so lag 2019 Ötztal mit einem Bettenumsatz von 313 Mio. Euro vor Innsbruck/Feriendörfer (253 Mio.) und Paznaun/Ischgl (247 Mio.).

Die Vollsten: Die Auslastung spült die Betriebe des TVB Achensee mit 196 Vollbelegungstagen an die Spitze, vor dem TVB Serfaus-FissLadis (176 Vollbelegungstage), Innsbruck/Feriendörfer (175), Tux-Finkenberg und Kaiserwinkl (je 172). Siller: “In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Vollbelegungstage in Tirol um 20 Prozent gestiegen.”

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