Heute in der TT: In Würde und in gewohnter Umgebung sterben – ein Wunsch, den viele Senioren haben.

Wildschönau – In Würde und in gewohnter Umgebung sterben – ein Wunsch, den viele Senioren haben. 2017 sorgte die Wildschönau für negative Schlagzeilen in diesem Zusammenhang.

Eine sterbende krebskranke Frau musste im Pflegeheim lange leiden, bis ihr geholfen werden konnte (die TT berichtete). Nicht, weil das Heimteam nicht helfen wollte, sondern weil es nicht durfte – und kein Arzt greifbar war.

Seither hat sich die Situation geändert. Zum einen gibt es wieder Mediziner im Hochtal. Außerdem startet man das Projekt „Lebens- und Sterbekultur im Wohn- und Pflegeheim Wildschönau“. Dabei, so erklärt Heimleiter Otto Astl, ginge es auch da­rum, dass das Heimteam die Geschichte selber aufarbeiten könne.

Am Mittwoch, 16. 1., ab 20 Uhr sind alle Angehörigen von Heiminsassen und auch Interessierte zur Startveranstaltung des Projektes in das Wohn- und Pflegeheim eingeladen.

Zwei Jahre lang werden „die Mitarbeiter im palliativen Setting unterstützt, weitergebildet und weiterentwickelt“, kündigt Astl an. „Hospizkultur und Palliative Care in Pflegeheimen (HPCPH) versucht angemessene, auf den Menschen angepasste Rahmenbedingungen für ein gutes Sterben zu schaffen und dabei die Angehörigen zu unterstützen und zu entlasten.

Die Heime wiederum werden auf die demographische Entwicklung, den wachsenden medizinischen Fortschritt und den damit verbundenen speziellen Pflege- und Betreuungsaufwand vorbereitet“, erklärt Astl weiter. Am Mittwochabend wird auch das mobile Palliativteam vorgestellt, das in Kufstein stationiert ist.

Wolfgang Otter

In Würde alt werden….

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Eine Antwort
  1. Dr. Richard Lanner

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