Wie Rinkerode zu einer Ski-Gondel kommt – Kabine der alten Seilbahn aus Auffach schmückt 711 km entfernt einen Garten im Münsterland

Eine nette Geschichte erreicht uns aus Rinkerode, einem Stadtteil von Drensteinfurt in Nordrhein-Westfalen. Die Gäste, die seit mehr als 30 Jahren in das Hotel “Iris” nach Auffach kommen, waren und sind treue Skifans auf dem Schatzberg, und so kam es zu dieser netten Story, die uns Herr Watermann übermittelt hat. 

Hier sein Bericht:

Was passiert mit den ausrangierten Gondelkabinen der alten Seilbahn aus Auffach? Diese Frage stellte sich Thomas Watermann, Organisator der Skifreizeit der Rinkeroder Kolpingfamilie und bekennender Wintersportfan, als er erfuhr, dass das SkiJuwel Alpbachtal Wildschönau in eine neue hochmoderne Achter-Einseilumlaufbahn investiert.

Wie er wusste, erhalten ausrangierte Bahnen an einem anderen Standort oftmals eine neue Daseinsberechtigung. Für die alte Auffacher Schatzbergbahn ist angedacht, dass sie zukünftig Wanderer auf den Nanga Parbat in Pakistan befördert. „Doch dort werden nicht alle Kabinen gebraucht“ so Watermann. „So entstand die Idee, dass zumindest eine der alten Gondeln den Weg nach Rinkerode finden sollte.“

Schließlich fährt die Kolpingsfamilie Rinkerode mittlerweile seit über 30 Jahren in die Wildschönau zum Skilaufen und Thomas Watermann, seit 2002 selbst begeisterter Teilnehmer der Fahrt und seit 2008 ihr Leiter, fand, dass sich eine der alten Vierer- Kabinen mit dem Schatzbergzwerg als Wahrzeichen darauf in seinem großen Garten gut machen würde.

So holte Watermann die Gondel mit der Nummer 82 aus Österreich ab, als er beruflich in der Gegend zu tun hatte. Die Skifreizeit der Kolpingsfamilie Rinkerode gibt es bereits seit 1982 und somit hat die 82 auch eine symbolische Bedeutung. Doch sie sollte nicht einfach im Garten herumstehen, das stand für Thomas Watermann und seinen Freund und Mit-Skifahrer Heinz Rieping schnell fest: „weil eine Gondel in die Luft gehört“, so Rieping.

Er tüftelte eine Hängekonstruktion für die vielleicht nördlichste Bergbahn-Gondel Deutschlands aus und so befestigten die beiden Männer die Kabine an einem stabilen Stahlseil zwischen 2 Kastanienbäumen.

Besonderer Clou der Konstruktion: die Kabine, die nun ca. 50 cm über dem Boden schwebt, lässt sich zwischen den Bäumen hin- und herschieben. Sehr zur Freude von Watermanns Töchtern, die die original Wintersport-Kulisse aus Tirol schnell zu ihrem neuen Lieblingsplatz im Garten erkoren haben. So vermittelt die Gondel jeden Tag aufs Neue ein bisschen Urlaubsstimmung und Vorfreude auf die nächste Skifreizeit, die dieses Jahr am 26.01. wieder nach Auffach startet.

Dort dürfen dann alle Teilnehmer erstmals die neue, komfortable Achter-Gondel testen.

Danke nach Rinkerode für diese nette Geschichte und viel Spaß beim “Gondeln”! 

Exakt 711 km vom Schatzberg entfernt – im schönen Münsterland, verbringt die Nummer 82 der alten Schatzbergbahn ihren “Ruhestand!

Thomas Watermann und Heinz Rieping bei der “Seilbahn-Einweihung” in Rinkerode

Die große Kolpingfamilie aus dem Münsterland. Vom 27. Jänner bis zum 3. Februar 2018 werden wieder rund 50 Gäste ins Hochtal kommen, und die “Pisten unsicher” machen.

 

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