„4000 drüber und drunter“ – Bergsteiger-Wirtin aus dem Hochtal feiert ihren 70. Geburtstag

Das alpine Konto der Katharina Naschberger – legendäre „Talmühl-Wirtin“ aus der Wildschönau kann sich sehen lassen: 17 Viertausender und 76 Dreitausender stehen im Tourenbuch der „Käthl“, wie sie im Tal genannt wird.

Heute am 9. Oktober feiert die bergsteigende Gastgeberin ihren 70. Geburtstag, und tut dies so wie in ihrem bisherigen Leben, mit netten Freunden und G’sang, aber ohne großes Aufsehen.

Mit ihren bergsteierischen Leistungen hat sich die agile Wirtin in alpinen Kreisen einen Namen gemacht. Wohl kaum eine Gastwirtin in Österreich kann neben der vielen Arbeit, eine so stolze Berg-Bilanz vorweisen.

Eigentlich begann Käthl Naschberger erst spät mit dem Bergsteigen, sagt sie. „Erst waren die Kinder und der Gastbetrieb, da blieb keine Zeit für solche Dinge.

Gearbeitet hat die Wirtin in ihrem Leben sehr viel. Vom unscheinbaren „Gasthaus mit Bauernbad’l“, ist dieser Betrieb heute zu einem Vorzeigebetrieb geworden.

Schon seit Jahren leitet Sohn Herbert und Schwiegertochter Margit das urgemütliche Speiserestaurant, direkt an der Wildschönauer Landesstraße gelegen.

In der Küche hat nun Tochter Katharina das sagen, eine begnadete Köchin mit großem Hang zur regionalen Küche. Die „Brezensuppe“ der „Talmühle“ ist zu einem echten Markenzeichen geworden.

Plötzlich hatte auch Käthl etwas mehr Freizeit, und nutzte diese für Bergwanderung mit Bruder Bartl und dem „Brent-Wastl“ – einem Freund des Hauses. Diese Leidenschaft des Berggehens wurde immer mehr, und irgendwann verspürte sie Lust auf Höheres.

Eines Tages sprach Käthl den in Österreich weitum bekannten Bergsteiger Josef Gwiggner an, „sie möchte gerne einmal auf den Glockner“, sagte die Wirtin. „Über den Normalweg oder gleich über den Stüdlgrat“, fragte Josef Gwiggner nach. „Natürlich über den „Stüdlgrat“ kam die Antwort von Käthl.

Und so nahm das alpine Leben der Talmühl-Wirtin ihren Lauf. Es folgten Schlag auf Schlag Berg-Giganten wie das Matterhorn (4478 Meter), Mount Blanc (4810 Meter), Allalinhorn mit 4027 Meter, Biancograt mit Piz Bernina (4049 Meter), der Dom mit 4545 Meter der höchste aller Schweizer Berge, Jungfraujoch und Mönch.Dazu gesellten sich unzählige Berge in der näheren Heimat.

Daraus wurden in Summe 17 Viertausender und 76 Dreitausender.Vor wenigen Wochen packte die Wirtin ihren 17 Viertausender, bleiben noch drei zum runden Zwanziger. „Die Käthe wird das schaffen“, da ist sich ihr Bergfreund und Lebensgefährte Josef Gwiggner sicher.

Doch erst steht einmal der heutige Geburtstag auf der Tagesordnung.

Und dabei kommt die Musik nicht zu kurz. Von ihrer Kindheit auf ist Käthl mit der Musik aufgewachsen. „Bei uns wurde immer viel musiziert“, sagt sie. Viele Jahre war sie Mitglied der „Mühltaler Musikanten“, jodelte mit Schwester Lisi, und auch jetzt greift sie immer wieder zur Gitarre.

Und zum Geburtstag werden viele Musikanten und Bergfreunde mit der Talmühl-Wirtin feiern.

Der Familiendreigesang Kröll aus Mayrhofen wo ihre Schwester Ida lange den Ton angegeben hat, Georg Anker von den „Stanglwirts-Buam“ und viele andere werden ihre Stimme und das Glas auf die Jubilaren erheben. 

Während dessen blinzelt von den Bergen schon der erste Schnee, für Käthl beginnt schon recht bald die Skitourenzeit, eine weitere große Leidenschaft der Wirtin.

Auf dem weltbekannten Biancograt – Piz Bernina

In den Schweizer Alpen fühlt sich die Talmühlwirtin besonders gut…

Die Spitzenalpinisten unter sich: Käthl Naschberger, Gerlinde Kaltenbrunner und Josef Gwiggner

“Gerätewart” der beiden ist natürlich Josef, der die alpinen Gerätschaften stets griffbereit hat

Käthl blättert in ihrem Tourenbuch….

….darin befinden sich natürlich das Matterhorn…..

…und der Mount Blanc, Europas höchster Berg…

 

 

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7 Kommentare
  1. Höck Johann
  2. Hotter Hans Georg
  3. Glauner, Christine und Siegi
  4. Erwin
  5. Anna Fill
  6. Ludwig Schäffer
  7. Lisa Mühlegger

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