Nächtliche Skitouristen vom Schatzberg krachten am Montag gleich 14!!!! mal in das Windenseil – jetzt wird ein Sicherheitsgespräch gefordert

Am Montag dieser Woche krachten 14 – teils betrunkene Skifahrer oder nächtliche Tourengeher in das Seil, dies für die Windenpräparierung auf der Piste am Schatzberg dringend notwendig ist. „Solange am Berg bis in die späten Nachstunden Alkohol ausgeschenkt wird und dann auf der gesperrten Piste zu Tal geschickt werden, wird sich das Problem nicht lösen“, so einer der Pistenfahrer der Nacht für Nacht seinen Dienst versieht”. Diese wollen jetzt eine Antwort bezüglich Haftung, und das soll nun rasch geschehen.

Die Pisten sind von 17.00 Uhr bis in die Morgenstunden für alle Skifahrer gesperrt, das gilt ausnahmslos für ALLE!!. Die notwendigen Hinweistafeln, Absperrungen, Warnlichter sind überall ausreichend zu sehen und angebracht. Pistenmaschinen mit Seilwinden bedeuten Lebensgefahr, das sollte jedem klar sein. Die Alpinpolizei lobt die gewissenhafte Arbeit der Bergbahnbediensteten, wenn jedoch die dafür notwendigen Sicherheitseinrichtungen böswillig entfernt oder beschädigt werden, dann ist guter Rat teuer.

Jetzt platzt Betriebsleiter Simon Seisl der Kragen und fordert zum Schutz seiner Leute ein Sicherheitsgespräch bei dem alle – Land Tirol, Bergbahnen, Alpinpolizei, Landesbergrettung, Bezirkshauptmannschaft, Bürgermeister, Alpenverein und vor allem Fach-Anwälte an einen Tisch geholt werden, um dieses heiße Thema zu diskutieren. Die rechtliche Situation im Fall eines Falles sorgt bei den Männern die Nacht für Nacht am Berg den Dienst versehen, für große Unsicherheit.

Auch die beiden Bergbahnchefs Arnd Krogman und Ludwig Schäffer von den Wildschönauer Bergbahnen, die Bürgermeister Hannes Eder (Wildschönau) und der Alpbacher Bürgermeister Markus Bischof, Landesbergrettungschef Hermann Spiegel und Alpinpolizei begrüßen ein solches Sicherheitsgespräch. Heute wurde auch Landeshauptmann Günther Platter zu diesem Sicherheitsgespräch eingeladen.

Es waren Tourengeher und Skifahrer, die am Stefanitag zwischen 17.00 und 21.00 Uhr auf der gesperrten Piste am Schatzberg abfuhren. Die 14 Einheimischen ignorierten Hinweisschilder und Warnleuchten, auch Sicherheitsnetze sollen beschädigt worden sein, heißt es seitens der Bergbahnen. Alle 14 prallten gegen das Windenseil der Pistenraupe.

Der Chef der Bergbahnen Wildschönau Ludwig Schäffer betonte, die meisten seien sich nicht bewusst, welche Gefahr ein Windenseil darstelle. Das Seil sei bis zu einem Kilometer lang und zwischen dem Fixpunkt und dem Pistengerät gespannt. Die Fahrer der Pistenraupen mussten die Präparierung stoppen, für sie seien Vorfälle dieser Art eine Zumutung. Die Pistenraupenfahrer müssten sich trotz aller Absicherungen zum Schluss rechtfertigen, ob sie alles richtig gemacht haben.

Die Vorfälle vom Stefanitag habe man bei der Polizei gemeldet, so Schäffer, damit sie aktenkundig seien. Es gebe auch Fälle, wo es zuerst heißt, es sei alles in Ordnung und am nächsten Tag müsse einer doch zum Arzt, „dann sollte es schon dokumentiert sein“.

Jetzt muss rasch gehandelt werden, bevor wirklich ein schwerer oder gar tödlicher Unfall passiert – denn dann ist es zu spät, darüber sind sich alle einig.

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Angespannte Situation: Christoph Silberberger von der Alpinpolizei und Michael Fill – Einsatzleiter der Pistenfahrer am Schatzberg.

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Betriebsleiter Simon Seisl platzt der Kragen und fordert für seine Mitarbeiter eine Antwort auf Haftungsfragen.

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Seilwinden auf der nächtlichen Piste bedeuten Lebensgefahr

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Anhand von Dummys wurde schon vor 3 Jahren aufgezeigt, wie gefährlich Windenseile sind.

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