Ein schwerer Abschied

Am heutigen Abend erwiesen hunderte Trauergäste dem langjährigen Schuldirektor der Neuen Mittelschule Wildschönau, Gebhard Perl die letzte Ehre. Auf seinem letzten Weg in das Gotteshaus St. Margaretha in Oberau begleiteten allen voran die Bundesmusikkapelle Oberau und die Schüler mit Direktor Wolfgang Haas, den Trauerzug. Die Geistlichkeit wurde angeführt von Pfarrer Paul Rauchenschwandtner, Pfarrer Alois Mayr und dem ehemaligen Oberauer Pfarrer Josef Aichriedler, sowie die beiden Diakone Klaus Niedermühlbichler und Peter Sturm.

Gebhard Perl war eine große Persönlichkeit innerhalb der Gemeinde. Seine vornehme Zurückhaltung, seine Wertschätzung gegenüber der Lehrerschaft und seinen Schülern, das war es, das den Direktor auszeichnete.

In seiner schulischen Gedankenwelt dachte er weit nach vorne, so manche Wünsche hätte er für seine Schule gehabt, leider hat es das Schicksal anders gewollt.

Pfarrer Josef Aichriedler, ein langjähriger Weggefährte von Gebhard Perl, erinnerte an seinen Lebensweg:

„Am 5. Februar 1955 wurde den Eltern Rosina Maria und Martin Perl in Bschlabs im Außerfern ein Sohn geschenkt, der auf den Namen Gebhard getauft wurde. Aufgewachsen in Bschlabs mit vier Geschwistern, von denen eines leider im frühen Kindesalter starb, besuchte er die Volksschule in Bschlabs, die Hauptschule in Elbigenalp und das Gymnasium in Innsbruck, wo er 1973 maturierte und danach die Pädagogische Akademie besuchte, um anschließend seinen ersten Dienst als Lehrer in der Hauptschule Matrei in Osttirol anzutreten.

1976 heiratete er seine Frau Hilda, geb. Trager, aus Matrei in Osttirol, eine liebevolle Partnerschaft, der 1982 Christiane, 1985 Johannes und 1990 Stefanie geschenkt wurden. Im September 1976 begannen Gebhard und Hilda ihre Lehrtätigkeit an der NMMS Wildschönau, hier war Gebhard Perl viele Jahre als Lehrer tätig und ab 2007 als Direktor.

Er zeichnete sich aus durch seinen unermüdlichen Einsatz für Familie und Beruf, war geschätzt als guter Zuhörer und Berater, als engagierter Lehrer und als verantwortungsvoller und liebevoller Ehemann und Vater seiner Kinder. Gebi war ein wahrer Humanist, ein Menschenfreund, für den es kein Rolle spielte, wen er vor sich hatte, er behandelte jeden mit Aufmerksamkeit und Respekt. An der Hauptschule verfolgte er unbeirrt seine Bildungsziele, um aus tiefer Überzeugung jedem Kind die besten Chancen im Leben zu ermöglichen.
Die Familie und die Schule waren sein Leben. Am 2. Mai hat er uns für immer verlassen“.

Seiner Gattin Hilda, den Töchtern Christiane und Stefanie und seinem Sohn Johannes, bleibt die Erinnerung an einen großartigen Familenvater und fürsorglichen Menschen.

Seine Schüler, Lehrkollegen, und allen die ihn gekannt haben, werden den Menschen Gebhard Perl nicht vergessen. Er war kein Mann der großen Worte, lieber setzte er Taten, und diese werden noch lange sichtbar bleiben.

Danke für alles lieber Gebi!

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Ein schwerer Gang für alle

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Die Geistlichkeit des Tales war vollzählig vertreten, auch die beiden früheren Pfarrherrn Josef Aichriedler und Alois Mayr kamen und von Gebi Abschied zu nehmen.

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Ein letztes Geleit – die Kollegen aus der Schule die Gebi jahrelang begleiteten.

 

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