Flüchtlinge in der Wildschönau: Angekommen in der neuen Heimat

„Glücklich und zufrieden“  , so könnte man in kurzen Worten die Situation der Flüchtlingsfamilien die seit zwei Wochen in der Fraktion „Melkstatt“ eine Bleibe gefunden haben, bezeichnen.

„Die Flucht war grausam“, erzählen die Menschen aus dem Irak, Afghanistan und dem Iran. Das schlimmste war das Übersetzen von der Türkei nach Griechenland, 70 Mann im Boot – es war ein stundenlanger Angstgeschrei, erzählen sie Diakon Klaus Niedermühbichler, der die Menschen fast jeden Tag besucht.

Vorbildliche Arbeit leisten die Deutsch-Lehrer der NMMS Wildschönau, die sich spontan bereit erklärt haben, den Menschen zunächst die wichtigsten Grundbegriffe der deutschen Sprache beizubringen.

Joch Weissbacher, einer der Initiatoren dieses „Schulprojektes“ sagt, die Freude am lernen ist groß, und die Menschen sind auch gewillt. Allerdings wird die Eingliederung in das neue, fremde Land noch viel Zeit in Anspruch nehmen.

Seit Anfang mit im Team der Deutschlehrer ist Christl Eder aus Niederau, die jeden Vormittag mit den Frauen Deutsch lernt – und das sehr erfolgreich!

Damit dürften nun auch die Sorgen und Ängste die man hinsichtlich der neuen Nachbarn hatte, der Vergangenheit angehören. Es sind halt Menschen aus einem ganz fremden Kulturkreis und denen gilt es jetzt, beim Start in eine neue, hoffentlich friedvollere Zukunft unter die Arme zu greifen.

Viele dieser Menschen wollen gerne wieder in ihre Heimat zurück, das hört man auch hier. Doch zuvor muss die große Weltpolitik die Rahmenbedingungen schaffen, sonst haben diese Menschen weder in Syrien, Irak oder Afgahnistan wohl kaum eine Zukunft.

Wildschönau News hat die Flüchtlinge in der „Melkstatt“ besucht.

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FL Joch Weissbacher beim EW-Unterricht in der „Melkstatt“. Auch für einen langgedienten Lehrer eine Herausforderung.

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Ingrid Weissbacher kümmert neben anderen Kollegen um die Kinder