Hans Gwiggner mit fast 100 % zum Bezirksbauernobmann wiedergewählt

Bereits zum 4. male stellte sich der aus Niederau stammende Hans Gwiggner zur Wiederwahl als Bezirksbauernobmann und wurde mit fast 100 % der Stimmen wiedergewählt. Dieser gewaltige Vertrauensbeweis für den Bergbauern aus Niederau ist das Ergebnis von guter Arbeit innerhalb des Bezirksbauernbundes, und darüber hinaus im Tiroler Bauernbund, wo Hans Gwiggner seit vielen Jahren in den obersten Gremien sitzt.

Im Gasthof “St.Leonhard” in Kundl ging es beim der heutigen Bezirksbauerntag nicht nur um die Neuwahl des Obmannes und seiner Stellvertreter, sondern wurde auch über die Zukunft des Bauernbundes diskutiert. Am Podium saßen LH Stellv. Josef Geisler, Kammerpräsident Josef Hechenberger, LA Dr. Bettina Ellinger, Bezirksbäuerin Margreth Osl und Dr. Peter Raggl.

Die Bauern im Bezirk Kufstein stehen hinter ihrem Obmann. Über 97 Prozent der Stimmen gehen bei der Wahl des Bezirksbauernbundes Johann Gwiggner aus der Wildschönau. Damit ist er für sechs Jahre wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter, der Ebbser Bürgermeister Josef Ritzer wurde einhellig bestätigt. „Eine Funktion im Bauernbund ist Ehre und Auftrag zugleich“, sagt Gwiggner nach seiner Wiederwahl.

„Wir brauchen den Bauernbund notwendig. Das hat die aktuelle Novelle des Naturschutzgesetzes gezeigt. Nur wenn die Bauern auch eine starke politische Vertretung haben, können überschießende Auflagen verhindert werden. Kulturlandschaft kann man nicht erhalten, wenn man alles unter Schutz stellt. Sie muss bewirtschaftet werden“, sagt Johann Gwiggner.

Er lobt seine Kufsteiner Bauern, die mit Vielfalt und Qualität ihre Höfe bewirtschaften. Das beweisen Auszeichnungen in allen Bereichen von der Tierzucht bis hin zu den Produkten, ist sich Gwiggner sicher. Er spricht kritische Themen an, die die Kufsteiner Bauern beschäftigen. „Es ist neben dem Naturschutz der Bodenverbrauch, der uns Sorgen macht. Wir müssen als Bauernbund für jene sein, die aktive Bauern bleiben wollen. Wir dürfen nicht alles verbauen“, so Gwiggner.

Auch bei der Problematik des ländlichen Wegenetzes fordert er endlich Lösungen. Im Sinne der Bergbauern spricht er die Absicherung der Leistungsabgeltung an. „Die Änderungen im System im Zuge der neuen Finanzperiode der europäischen Union verunsichern viele Bauern. Die Arbeitsleistung ist bei weitem nicht abgegolten, das zeigt die Praxis“, erklärt der Bauernvertreter. Er fordert die Sicherstellung der notwendigen Mittel.

Geisler: Mit Sonntagsreden kann man die Landwirtschaft nicht erhalten

Das garantiert der Tiroler Bauernbundobmann und LH-Stv. Josef Geisler. Die Landesmittel sind gesichert und stehen im vollen Umfang zur Verfügung. Das Agrarumweltprogramm und die Bergbauernausgleichszulagen werden in vollem Umfang kofinanziert. Die Investitionsförderung wird für extreme Bergbauernbetriebe sogar aufgestockt. „Wir lassen keinen Euro im Bund oder in Brüssel liegen“, unterstreicht Geisler. Der Landeshaushalt ist trotz schwierigen Vorzeichen ausgeglichen. Anders sieht es im Bund aus, wo im kommenden Jahr eine Mrd. Euro fehlen wird. „Rechnet man mit einer Steuerreform von mehreren Mrd. Euro, kann ich mir nicht erklären, wie das finanziert werden soll. Neue Steuern dürfen auf keinen Fall unsere Bauernfamilien treffen“, fordert LH-Stv. Josef Geisler. Er spricht offen die schwierigen Zeiten in der Vergangenheit an. „Ich weiß, dass der Bauernbund unter Vertrauensverlust gelitten hat. Die Almflächenproblematik war eine Farce, aber unser Bundesminister Andrä Rupprechter ist nicht nur in diesem Zusammenhang ein Glücksfall“, meint Tirols Bauernbundobmann.

„Ich weiß, dass man mit Sonntagsreden die Landwirtschaft nicht erhalten kann“, so Geisler. Deshalb stelle man sich auch schwierigen Diskussionen. So wirbt LH-Stv. Josef Geisler um Verständnis für die Maßnahmen rund um den Hochwasserschutz. „Wir sind verpflichtet, etwas zu tun und werden das Gespräch mit den Betroffenen suchen“, sagt er. Für die Landwirtschaft sind Entschädigungsmodelle in Arbeit. Dann geht es in Verhandlungen in den betroffenen Regionen.

Gute Nachrichten kommen aus Brüssel. Bundesminister Andrä Rupprechter hat die offizielle Genehmigung für das Programm Ländliche Entwicklung 2014 – 2020 aus Brüssel zugesagt bekommen. Damit ist Österreich unter den absoluten Frühstartern, die grünes Licht von der EU-Kommission erhalten. Das Herzstück der österreichischen Agrarpolitik wurde mit dem heutigen Tag endgültig in trockene Tücher gepackt.

Es war wohl die Arbeit des Andrä Rupprechter und seinem Ressort, das in vorbildlicher Vorbereitung und Endabwicklung das Programm durchverhandelt und den Kommissionsbeamten präsentationsreif vorgelegt hat. Überraschend schnell hat Landwirtschaftskommissar Phil Hogan jetzt mitgeteilt, dass die Freigabe vor Weihnachten erfolgt“, zeigt man sich über den Startschuss für die Ländliche Entwicklung erfreut.

Das bringt den Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit bis ins Jahr 2020.

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Großer Vertrauensbeweis: Hans Gwiggner (rechts) wurde mit fast 100 % zum Bezirksbauern-Obmann wieder gewählt. Als erster Gratulant kam LR Josef Geisler.

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Gratulanten aus der Wildschönau: Der wieder gewählte Hans Gwiggner (links) – es gratulierten LA Dr. Bettina Ellinger und Conrad Gruber vom Forum Land

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Ernennungsdekret zur Jungbauern-Bezirksobfrau Barbara Moser aus Oberau. LR Josef Geisler gratuliert.

 

 

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Eine Antwort
  1. Benni Aigner

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