Satte Rückgänge im Wintertourismus 2013/14

Die gestern präsentierten Zahlen zum Winter 2013/14 sind wenig erfreulich! Im Hochtal Wildschönau mußte man alleine im Februar ein Minus von 15,7 %, in der Partnerregion Alpbach 15,8 %, hinnehmen. Tirolweit gibt es ein Nächtigungsminus von 12 %.

Sigi Egger, seineszeichen Tourismussprecher der ÖVP sagt aus, was viele schon jahrelang kritisieren: “Die ewige Jagd nach neuen Rekorden muß ein Ende haben”! Woran es lag, das man im Hochtal speziell im Februar so ein überraschend starkes Minus hatte, gilt es nun zu analysieren, die Schneesituation alleine kann daran wohl kaum schuld sein. 15,7 % weniger Februar-Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr, das gibt doch ein wenig zu denken. In Zahlen ausgedrückt sind dies 27.047 Nächtigungen weniger. Im bisherigen Winterverlauf waren es 35.966 Nächtigungen weniger.

Der bisher abgerechnete Winter (Dezember 2013 bis Februar 2014) bringt dem Hochtal ein Minus von 9,6 % gegenüber 2012/13. Mit 337.964 Nächtigungen von (Dezember 13 – Februar 14) liegt man Tirolweit auf Platz 21.

Die Zahlen von März lassen aufgrund des frühen Winterende ein ähnlich schlechtes Ergebnis erwarten. “Die Qualität müsse steigen und das Preisdumping ein Ende haben”, erklärte Sigi Egger. Mit Gratisangeboten wo dem Gast praktisch alles zum “Nulltarif” angeboten wird, kann wohl kaum mehr gewinnbringender Tourismus gemacht werden, darüber ist man sich schon längst einig.

Es gilt vor allem den Hauptmarkt Deutschland intensiv zu bearbeiten, hier gab es einen Rückgang von 17 %. Zahlen die bei der Tirol Werbung wohl die Alarmglocken schrillen lassen.

Die ganz großen Verlierer dieses Winters sind die Silberregion Karwendel (-30 % im Februar), die Region Reutte und das Wipptal.

Seit dem letzten Winter verbindet Alpbach und das Hochtal Wildschönau diese Gondelbahn. Damit begann eine neue Zukunft dieser Skiregion.

Nach einem fulminaten Start des Skijuwel im letzten Winter folgt nun ein Dämpfer, einziger Trost – es gab Tirolweit keinen wirklichen Gewinner.

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3 Kommentare
  1. Ludwig Schäffer
  2. Wonoris

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